
Am Montag, den 9. März, und Dienstag, den 10. März, durften wir an unserer Schule einen ganz besonderen Gast begrüßen: Dr. Noemí Durán, eine international bekannte Biologin. Sie leitet die europäische Zweigstelle des Geoscience Research Institute (GRI) der Siebenten-Tags-Adventisten und beschäftigt sich in ihrer Forschung unter anderem mit natürlicher Selektion, Epigenetik und Fragen rund um Schöpfung und Wissenschaft. Dr. Durán hält weltweit Vorträge und entwickelt Materialien, die besonders jungen Menschen helfen sollen, Wissenschaft besser zu verstehen.
Am Montag arbeitete sie mit unseren Mittelschülern, am Dienstag waren unsere Volksschüler dran und zusätzlich Volksschüler unserer Partnerschule aus Voitsberg zu Besuch.
Zu Beginn zeigte Dr. Durán, wie wissenschaftliches Arbeiten eigentlich funktioniert. Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern ging sie die grundlegenden Schritte durch: beobachten, Fragen stellen, eine Hypothese formulieren, Experimente durchführen, Daten sammeln und schließlich überlegen, ob die Ergebnisse zur ursprünglichen Idee passen. Anhand von Beispielen wurde schnell deutlich, dass diese Schritte nicht nur im Labor gelten, sondern überall dort, wo Menschen neugierig die Welt erforschen.
Besonders spannend war der Einblick in Dr. Duráns eigene Forschungsarbeit mit Meeresschildkröten. Mit Bildern, Geschichten und kleinen Rollenspielen erklärte sie, wie Wissenschaftler in der Natur beobachten, Daten sammeln und aus ihren Beobachtungen Schlüsse ziehen. Für die Schülerinnen und Schüler wurde dabei greifbar, wie viel Geduld, Genauigkeit und Ausdauer echte Forschung verlangt.
Ein weiterer Teil des Workshops beschäftigte sich mit der Frage, wie Glaube und Wissenschaft zusammen gedacht werden können. Dr. Durán zeigte auf verständliche Weise, dass wissenschaftliches Arbeiten und der Glaube an eine buchstäbliche Schöpfung kein Widerspruch sein müssen, sondern sich in vielen Bereichen sogar sinnvoll ergänzen können.
Den Abschluss bildeten mehrere eindrückliche Experimente, bei denen nicht nur gestaunt, sondern auch herzlich gelacht wurde. Besonders das Experiment mit der glühenden sauren Gurke, die unter Strom plötzlich hell aufleuchtete, sorgte für große Augen im Raum.
Neben all den spannenden Inhalten fiel vielen von uns noch etwas auf: Der gesamte Workshop fand auf Englisch statt. Für viele Schülerinnen und Schüler war es eine schöne Überraschung zu merken, wie gut das eigene Englisch im praktischen Zuhören und Mitdenken bereits funktioniert.
Zwei Tage voller Neugier, Staunen und Lernen liegen hinter uns. Wir sind dankbar für den Besuch von Dr. Noemí Durán und die vielen Einblicke in eine Welt, in der Neugier, Glaube und wissenschaftliches Denken zusammenkommen.